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Hautpflege im Winter bei Schneefall: Ein Leitfaden für Ekzeme, Psoriasis und Vitiligo

2026-01-21 16:43



Jeden Winter, besonders nach starken Schneefällen, herrscht in den dermatologischen Kliniken ein etwas höheres Arbeitsaufkommen.

Die Patienten kommen herein und sagen alle dasselbe:
„Meine Haut spannt plötzlich und juckt.“
„Mein Ekzem war unter Kontrolle, aber jetzt ist es wieder aufgeflammt.“
„Meine Schuppenflechte-Plaques sehen dicker aus.“
„Meine Vitiligo hat sich seit Monaten nicht verändert.“

Wenn Ihnen das bekannt vorkommt, täuschen Sie sich nicht. Schneereiches Winterwetter verändert tatsächlich das Verhalten Ihrer Haut – und wenn Sie verstehen, warum, können Sie sie effektiver pflegen.



Warum schneereiche Winter Ihrer Haut schaden

Die meisten Menschen denken, die Kälte sei das Hauptproblem. In Wirklichkeit ist sie jedoch…trockene Luftist der wahre Übeltäter.

In schneereichen Wintern enthält die Luft nur sehr wenig Feuchtigkeit. Wenn wir die Heizung einschalten, sinkt die Luftfeuchtigkeit oft unter 30 %. Bei diesem Wert verliert die Haut viel schneller Feuchtigkeit, als sie diese ersetzen kann.

Ärzte messen dies mithilfe eines Geräts namenstransepidermaler Wasserverlust (TEWL)Studien zeigen, dass der transepidermale Wasserverlust (TEWL) ansteigen kann um30–50 % im WinterDas betrifft sogar Menschen ohne Hauterkrankungen. Das bedeutet, dass die Hautbarriere – die äußere Schicht, die Feuchtigkeit im Körper hält und Reizstoffe abwehrt – geschwächt wird.

Schnee reflektiert auch Sonnenlicht. Obwohl die UV-Strahlung im Winter als mild empfunden wird, kann reflektiertes UV-Licht die unbedeckte Haut, insbesondere Gesicht und Hände, reizen. In Kombination mit Wind und Kälte führt dies zu einer ständigen, leichten Belastung der Haut.



Warum sich Hauterkrankungen im Winter oft verschlimmern

Für Menschen mit Hauterkrankungen kann der Winter eine besondere Herausforderung darstellen.

Atopische Dermatitis (Ekzem)

Ist die Hautbarriere geschwächt, entweicht Feuchtigkeit und der Juckreiz verstärkt sich. Durch das Kratzen wird die Haut weiter geschädigt, wodurch ein Teufelskreis entsteht. Viele Betroffene bemerken in den schneereichen Monaten verstärkten Juckreiz und Rötungen, selbst wenn sich ihr Tagesablauf nicht geändert hat.

Schuppenflechte

Psoriasis bessert sich oft durch Sonnenlicht. Im Winter kann die geringere natürliche UV-Strahlung jedoch zu einer erneuten Entzündung führen. Die Plaques können dicker, trockener und unangenehmer erscheinen.

Vitiligo

Bei Vitiligo sind die pigmentbildenden Zellen teilweise auf UV-Strahlung angewiesen. Im Winter kann die reduzierte UV-Strahlung die Repigmentierung verlangsamen, selbst bei laufender Behandlung. Die Hautoberfläche kann stabil erscheinen, während der Heilungsprozess darunter langsamer verläuft.

Empfindliche und „normale“ Haut

Auch Menschen ohne diagnostizierte Hauterkrankung können unter Trockenheit, Schuppenbildung, Brennen oder Rötungen leiden. Das bedeutet nicht, dass Ihre Haut „schwach“ ist – es bedeutet lediglich, dass die Winterbedingungen ihre natürlichen Abwehrkräfte überfordern.



Hautpflege im Winter: Was wirklich hilft (und was nicht)

Im Winter sollte sich die Hautpflege auf Folgendes konzentrieren:Reparatur der Hautbarriere, nicht nur die Zugabe von Feuchtigkeit.

Verwendung von Produkten mitCeramide und hautidentische LipideHilft dabei, die Barrierestruktur wiederherzustellen. Reichhaltige Cremes sind bei kaltem, trockenem Wetter in der Regel wirksamer als Lotionen.

Auch die Reinigung spielt eine Rolle. Lange, heiße Duschen und stark schäumende Reinigungsprodukte können die natürlichen Hautöle entfernen. Kürzere Duschen und milde Reinigungsprodukte mit niedrigem pH-Wert sind schonender für die Winterhaut.

Viele Menschen verzichten im Winter auf Sonnenschutz. Das ist ein Fehler. Schnee reflektiert UV-Licht, und empfindliche oder gereizte Haut kann trotzdem reagieren. Sonnenschutz bleibt wichtig, insbesondere für unbedeckte Hautpartien.



Warum UV-basierte Behandlungen auch im Winter noch wichtig sind

Patienten fragen oft: „Wenn es keine Sonne gibt, warum sollte eine UV-Behandlung helfen?“

Die medizinische UV-Therapie unterscheidet sich von Sonnenlicht.Kontrollierte UV-Phototherapiewird seit Jahrzehnten sorgfältig erforscht und zur Behandlung von Erkrankungen wie Psoriasis, Vitiligo und Ekzemen eingesetzt.

Tatsächlich ist der Winter oft die Zeit, in der die Phototherapie stattfindet.wichtigerNicht weniger. Die natürliche UV-Strahlung nimmt ab, die Hautentzündung jedoch nicht. Klinische Studien zeigen, dass eine fachgerecht überwachte UV-Phototherapie dazu beitragen kann, Entzündungen zu reduzieren, die Pigmentregeneration zu unterstützen und die Krankheitskontrolle in den kälteren Monaten aufrechtzuerhalten.

Die Behandlungspläne werden im Winter an die trockene und empfindliche Haut angepasst, weshalb eine professionelle Beratung unerlässlich ist.



Wenn die Haut ruhig aussieht – aber es nicht ist

Eine der größten Herausforderungen in der Winterdermatologie ist, dassWas man an der Oberfläche sieht, erzählt möglicherweise nicht die ganze Geschichte.Die

Trockenheit und Schuppenbildung können Entzündungen verdecken. Blasse Winterhaut erschwert die Beurteilung von Pigmentveränderungen. Eine Hautveränderung kann unverändert aussehen, obwohl darunter wichtige Prozesse stattfinden können.

Deshalb stützt sich die moderne Dermatologie zunehmend aufnicht-invasive BildgebungsverfahrenEin Beispiel hierfür ist die Reflexionskonfokalmikroskopie (RCM). Ohne die Haut zu verletzen, ermöglicht die RCM Ärzten, Hautzellen in Echtzeit zu betrachten und Entzündungen, Pigmentveränderungen und strukturelle Schäden unter der Hautoberfläche zu beurteilen.

Für Patienten bedeutet dies:

  • Weniger unnötige Biopsien

  • Klarere Behandlungsentscheidungen

  • Besseres Verständnis dafür, ob eine Behandlung tatsächlich wirkt



Hautpflege ist eine Strategie für das ganze Jahr.

Hautprobleme im Winter sind kein persönliches Versagen und kein Zeichen dafür, dass eine Behandlung nicht mehr wirkt. Sie sind eine vorhersehbare Reaktion auf Umweltbelastungen.

Durch die Anpassung der Hautpflege-Routine, das Verständnis der Rolle medizinischer Behandlungen wie der Phototherapie und den Einsatz moderner Diagnoseinstrumente bei Bedarf kann der Winter zu einer bewältigbaren Jahreszeit und nicht zu einem Rückschlag werden.

Der Boden mag zwar mit Schnee bedeckt sein, aber Ihre Haut ist trotzdem aktiv – und sie verdient die richtige Pflege, auch in den kältesten Monaten.




Häufig gestellte Fragen: Hautpflege im Winter bei Schneefall


1. Warum fühlt sich meine Haut im Winter schlechter an, obwohl ich die gleichen Produkte verwende?

Dies ist eine der häufigsten Fragen, die uns im Winter gestellt werden.

In kalten und schneereichen Umgebungen,Die Luftfeuchtigkeit sinkt rapide.Sowohl im Freien als auch in Innenräumen. Selbst wenn Ihre Hautpflegeprodukte gleich bleiben, hat sich die Umgebung Ihrer Haut verändert. Ein erhöhter transepidermaler Wasserverlust schwächt die Hautbarriere und macht die Haut empfindlicher für Reizungen und Entzündungen.

Deshalb erfordert die Hautpflege im Winter oftreichhaltigere Rezepturen und konsistentere Routinen, sogar für Menschen, die normalerweise keine Hautprobleme haben.


2. Mein Ekzem bzw. meine Psoriasis war vorher stabil – warum flammt sie jetzt wieder auf?

Bei entzündlichen Hauterkrankungen fallen im Winter zwei wichtige Schutzfaktoren weg:Feuchtigkeit und natürliche UV-StrahlungDie

Trockene Luft verschlimmert die Barrierefunktionsstörung, während vermindertes Sonnenlicht Entzündungsprozesse verstärken kann. Klinische Studien zeigen übereinstimmend, dass Patienten mit Psoriasis und atopischer Dermatitis folgende Symptome aufweisen:saisonale Verschlimmerung im Winterinsbesondere in Regionen mit Schnee und anhaltender Beheizung von Innenräumen.

Das bedeutet nicht unbedingt, dass Ihre Behandlung fehlgeschlagen ist – oft bedeutet es lediglich, dass Ihre Haut eine saisonale Anpassung benötigt.


3. Reicht Sonnenlicht im Winter aus, oder benötige ich trotzdem eine medizinische Phototherapie?

Wintersonnenlicht ist normalerweisenicht ausreichendzur therapeutischen Anwendung, insbesondere in nördlichen oder schneereichen Regionen.

Die medizinische UV-Phototherapie unterscheidet sich vom natürlichen Sonnenlicht. Sie liefertpräzise Wellenlängen und kontrollierte Dosenunter ärztlicher Aufsicht. Im Winter spielt die Phototherapie oft eine Schlüsselrolle bei der Aufrechterhaltung der Krankheitskontrolle bei Erkrankungen wie Psoriasis und Vitiligo, wenn die UV-Belastung durch die Umwelt minimal ist.

Viele Dermatologen halten den Winter für eine geeignete Zeit, umUV-basierte Behandlung einleiten oder aufrechterhalten, anstatt auf den Frühling zu warten.


4. Kann trockene Haut die Aktivität von Krankheiten verbergen?

Ja, sehr oft.

Schuppenbildung, Trockenheit und ein verminderter Pigmentkontrast im Winter können dazu führen, dass Läsionen weniger aktiv erscheinen, als sie tatsächlich sind. In manchen Fällen besteht die Entzündung unter der Hautoberfläche fort, selbst wenn die sichtbaren Veränderungen nur geringfügig sind.

Dies ist einer der Gründe, warum die moderne Dermatologie zunehmend auf … setzt.nicht-invasive Diagnoseverfahren, und nicht nur durch visuelle Inspektion.


5. Wann ist zusätzliche Bildgebung im Winter hilfreich?

Wenn eine Hauterkrankung unverändert aussieht, die Symptome aber anhalten – oder wenn der Behandlungserfolg unklar ist –, kann eine zusätzliche Untersuchung hilfreich sein.

Reflexionskonfokalmikroskopie (RCM)Ermöglicht Dermatologen die Untersuchung der Hautstruktur und Zellaktivität in Echtzeit, ohne Biopsie. Im Winter kann dies besonders wertvoll sein für:

  • Beurteilung der durch Trockenheit maskierten Entzündungsaktivität

  • Beurteilung von Pigmentveränderungen bei Vitiligo

  • Unterscheidung ähnlich aussehender Läsionen bei begrenzten visuellen Anhaltspunkten

Für Patienten bedeutet dies oftklarere Antworten und sicherere BehandlungsentscheidungenDie



Ein Blick unter die Oberfläche: Ein saisonaler Ansatz für gesunde Haut

Bei der Hautpflege im Winter geht es nicht nur um Komfort – es geht auch darum zu verstehen, was unter der Hautoberfläche passiert.

Mit zunehmendem Umweltstress können Dermatologen kombinierenStrategien zur Reparatur von Barrieren,UV-Phototherapie, Undfortschrittliche nicht-invasive BildgebungUm Behandlungsentscheidungen präziser zu gestalten, trägt dieser integrierte Ansatz dazu bei, dass die Behandlung weiterhin die zugrunde liegende Erkrankung und nicht nur die sichtbaren Symptome adressiert.

Schneefall mag den Alltag verlangsamen, doch Ihre Haut bleibt biologisch aktiv. Mit den richtigen Hilfsmitteln und saisonalen Strategien müssen Sie im Winter nicht die Kontrolle über Ihre Hautgesundheit verlieren.


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